Ein imposantes Eingangsportal,
bewacht von steinernen Löwen auf beiden Seiten, liebevoll auch mit den Beinamen "Geduld und Kraft" versehen, lädt den Besucher in die zweitgrößten Forschungsbibliothek der USA mit ihren über sechs Millionen Büchern, 12 Millionen Zeitschriften und fast 3 Millionen Bildern ein. Gehen Sie hinein und genießen Sie den herrlichen Innenraum und besonders den äußerst eindrucksvollen Lesesaal. Jedermann ist in dieser Bibliothek willkommen und man braucht nicht einmal einen Leseausweis, denn keines der Bücher darf nach draußen gebracht werden. Die oben erwähnten Zahlen sind aber nur ein Teil der 40 Millionen Bände, die das gesamte New York Public Library (NYPL) System (d.h. mit allen Zweig- und Fachbibliotheken) besitzt, das wohl das größte der Welt sein dürfte. Hier braucht man natürlich
einen Leseausweis.
Im Gebäude sind, öffentlich zugäglich, mehrere Ausstellungsflächen und Galerien. Auch eine einstündige Führung
wird angeboten.
Eine Auswahl der bedeutenden Ausgaben
und Bilder der Sammlungen der Bibliothek, die 1895 gegründet wurde, werden in wechselnden Ausstellungen auf drei Etagen gezeigt. Drei der besonders wertvollen Bücher der Bibliothek sollen hier erwähnt
werden:
Die Gutenberg
Bibel, das erste in der westlichen Welt gedruckte Buch (in Mainz,
Deutschland, ca. 1455); das Towneley Lektionar 1555-60), mit Miniaturen
von Giulio
Clovio, dem meist gefeierten italienischen Illustrator seiner Zeit;
und die 1501 erschienene Aldine Virgil, der erste Band der "tragbaren
Bibliothek" von Aldus Manutius (die ersten gedruckten Ausgaben griechischer
und römischer Klassiker in kleinen hervorragend gearbeiteten Büchern
im Taschenbuch-Format), die eine Revolution in der Buchdruckkunst
bewirken
sollte.