New York History
- Die Geschichte einer Stadt
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| Der Unabhängigkeitskrieg |
Das 19. Jahrhundert
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Zwischen den Kriegen |
New York heute |
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New Yorks
Anfänge |
Manhattan,
das Herz von New
York, wurde von dem florentinischen Kaufmann
Giovanni da Verranzano im Jahre 1524, unterwegs im Auftrag des
französischen Königs Franz I., entdeckt. Hier lebten
die Alonquin-lndianer, die ihre Insel "Manna-hatta" oder "Manahtin" (hügelige
Insel) nannten, und überwiegend die Nordostküste bevölkerten.
Der Broadway war ursprünglich eine Handelsstraße der
Alonquin Indianer und hieß damals Wiechquaekeck Trail.
Verranzano
berichtete, zurück in Europa vom "weiten, schönen
Land", das Interesse des Königs, der für sich
darin nicht viel Nützliches sehen könnte war aber nur
gering. Erst gut 80 Jahre später, 1609, befuhr der Engländer
Henry Hudson, auf der Suche nach einer Nordwest-Passage nach
Indien einen Fluß, der später nach ihm "Hudson
River" benannt wurde, und erkannte die ideale Handelsbedingungen
dieser Region für seinen Auftraggeber. Die Holländische
Westindische Kompanie erwarb dann 1621 die Handelsrechte für
das gesamte Gebiet, die sog. "Neuniederlande", die
sich von Cape May (New Jersey) bis nach Neuengland erstreckten,
und errichtete hier ihre Handelsstationen. |
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In
den darauf folgenden Jahren ließen sich hier immer mehr
niederländische Auswanderer nieder und nannten die Siedlung "Nieuw
Amsterdam". Auch der Deutsche Peter Minuit (oder Minnewit),
ein Kaufmann aus Wesel, gehörte zu den Einwanderern. Im
Mai des Jahres 1626 tauschte er gegen ein paar Glasperlen, Messer
und Beile (im Wert von rund 60 Gulden = 24$) die gesamte Insel
Manhattan von den Leni Lenape Indians in Bowling Green ein.
Peter
Minnewit wurde auch der erste Gouverneur der Insel, die in erster
Linie von Sträflingen und Sklaven bewohnt war. Hohe Kriminalität
und Streitereien mit den hier lebenden Indianern standen auf
der Tagesordnung. Weder Peter Minnewit, noch diverse Nachfolger
schafften es, Herr der Lage zu werden. So kam es, daß die
Holländische Westindische Kompanie Peter Stuyvesant zum
neuen Gouverneur ernannte. Er setzte mit harten Bandagen und
eiserner Faust dem Chaos ein Ende. 1653 ließ er im Norden
der Siedlung einen Wall zum Schutz vor die Indianer bauen, hier
verläuft heute die danach benannte Wall Street.
Unter
dem Druck der Westindischen Kompanie, zu deren Aktionären
auch reiche Amsterdamer Juden gehörten, musste Stuyvesant,
der als Protestant keine Juden einwandern ließ, die
Tore auch für öffnen. Die Einwohnerzahl stieg in dieser
Zeit auf 1500 Menschen.
Letzten
Endes konnte Stuyvesant es auch nicht verhindern, daß 1664
die Briten die Kolonie übernahmen. Die Bewohner, froh den
diktatorischen Gouverneur los zu werden ergaben sich den Briten
kampflos. Und so bekam dann die Stadt auch einen neuen Namen: "New
York" (benannt nach dem Earl of York, Bruder des britischen
Königs).

1683
wurde die erste Stadturkunde von New York erstellt. Zu diesem
Zeitpunkt lebten fast 4000 Menschen in der Stadt. Im Jahre 1689
rief der Frankfurter Hauptmann Jacob Leisler zu einer Revolte
auf, scheiterte, und wurde gehenkt. 1693 errichten die Briten
92 Kanonen im "Battery Park" zum Schutz vor feindlichen
Angriffen.
Den Wunsch nach Selbstbestimmung der New Yorker beantworteten die Briten
mit der Belegung hoher Zölle auf die Handelsgüter, was
jedoch zur Folge hatte, daß der Schmuggel drastisch anstieg.
1733 gründete der Deutsche Johann Peter Zenger das "New
York Weekly Journal". Seine Kritik am Gouverneur und dessen
Politik brachte ihm zunächst 10 Monate Kerker ein, er wurde
jedoch 1735 durch das spektakuläre Plädoyer seines Anwaltes
Andrew Hamilton für die Pressefreiheit in einem aufsehenerregenden
Prozeß freigesprochen. Diese Rede gilt als erstes bedeutendes
Plädoyer für die Pressefreiheit in der amerikanischen Geschichte.
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New York
und der Unabhängigkeitskrieg |
Immer
wieder versuchten die Briten, wie schon in Boston am 16.12.1773,
durch Zölle, die Kolonisten in ihre Schranken zu weisen.
Und so kam es auch in New York am 22. April 1774 zu einer "Tea
Party": Die New Yorker enterten ein Schiff der Engländer
und vernichteten den Tee, aus Protest gegen die ungerechte Teesteuer.
Im
darauffolgenden Jahr bracht in Lexington,
Massachusetts, der amerikanische Unabhängigkeitskrieg
aus. Als die Unabhängigkeitserklärung in New York
verlesen wurde, zerstörten aufgebrachte Demonstranten
die Statue von König George III. in Bowling Green.
Nach
Washingtons Sieg über die Briten in
Boston, verließ ihn in New York sein Kriegsglück:
Er mußte mit ansehen, wie eine übermächtige
britische Heeresmacht überr als 5.000 Soldaten töteten.
Während der folgenden sieben Jahre befand sich New York
in britischer Hand. In den Jahren 1776 und 1778 zerstören
Großfeuer fast 25 % der Stadtfläche, es herrscht
große Armut unter der New Yorker Bevölkerung. Trotzdem
wird im Jahr 1784 New York die Hauptstadt der Vereinigten Staaten
von Amerika.
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© Museum
of the City of New York
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George
Washington kam erneut nach New York, um die erlangte Freiheit
zu feiern und wird 1789 – ein Jahr nach der Ratifizierung
der Verfassung der Vereinigten Staaten – am 30. April zum
ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt Seine
Antrittsrede hält er vor der heutigen "Federal Hall".
1790
wird Philadelphia Hauptstadt. Langsam entwickelt sich New York
zur Wirtschaftsmetropole der USA, ein Hauptgrund dafür ist
die Börsengründung in der Wallstreet im Jahre 1792. |

© Museum
of the City of New York
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New
York im 19. Jahrhundert
Anfang
des 19. Jahrhunderts zählt New York gerade mal rund 35.000
Einwohner. 1811 legt John Randal den Stadtverordneten einen städtebaulichen
Entwurf vor: Manhattan wird in ein Rechteckraster eingeteilt,
bestehend aus breiten Avenues in nord-südlicher Richtung
und halb so breiten Street in ost-westlicher Richtung. Der Weitblick
J. Randals war auch gut, denn bis 1840
stieg die Einwohnerzahl in New York auf 312.000 Menschen. Besonders
viele Einwanderer aus Europa suchten ihr Glück in New York. Allein
bis 1890 kamen über 1 Million Deutsche an. 1892 entschloss
man sich auf Ellis Island ein Einwanderungszentrum errichten.
Bis 1954 dem Jahr der Schließung als Einwandererinsel betraten
rund 17 Millionen Menschen hier erstmals amerikanischen Boden.
1898
wurden die heutigen Stadtteile Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx
und Staten Island zu "Greater New York" zusammengefaßt.
Innnerhalb nicht einmal 90 Jahren ist New York mit nunmehr 7,3
Millionen Einwohnern zur drittgrößten Stadt der Welt
geworden.
Der Amerikanische
Bürgerkrieg von 1861-1865 hatte auch für New York eine
besondere Bedeutung. Über 80.000 Freiwillige meldeten sich,
die Stadt stellte beträchtliche Geldmittel zur Verfügung.
Mit Einführung der Wehrpflicht 1863 kam es zu schweren Unruhen,
weil sich Reiche für 300 Dollar von der Wehrpflicht freikaufen
konnten.
Vom
13. bis 16. Juli 1863 ziehen mehr als 50.000 Menschen, sengend
und mordend durch die Straßen New Yorks, stecken Häuser
an, plündern und lynchen ("Draft Riots"). Der
Mob kann erst durch den Einsatz von mehreren Regimenten gestoppt
werden. Traurige Bilanz dieser chaotischen Tage: über 2.000
Tote und mehr als 100 zerstörte Gebäude.
Das
19. Jahrhundert war für New York vor allem wirtschaftlich
entscheidend. Männer wie Vanderbilt, Rockefeller und Astor
wurden durch Handelsgeschäfte und Spekulationen immens reich.
Das Bankengeschäft entwickelte sich zu einem wichtigen wirtschaftlichen
Faktor. Einen weiteren Meilenstein für den wirtschaftlichen
Erfolg New Yorks war 1825 die Eröffnung des Erie-Kanals.
Hierdurch erhielt New York eine direkte Seeverbindung nach Chicago.
Der
wirtschaftliche Erfolg machte sich vor allem im Bild der Stadt
bemerkbar: 1883 wurden die Brooklyn Bridge und die Metropolitan
Opera eröffnet, 1886 die Freiheitsstatue und 1891 die Carnegie
Hall mit einem Konzert unter der Leitung von Peter Tschaikowski
eingeweiht. 1835 konnte es sich die Stadt bereits leisten, die
Gastgeberrolle für die Weltausstellung zu übernehmen.
Und 1904 nahm New York als sechste Stadt der Welt eine Untergrundbahn
in Betrieb. Sie verband die City Hall mit dem Times Square. Mit
mehr als 400 Kilometern Gleisen ist sie heute die längste
der Welt.
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New
York in der Zeit der Weltkriege
Zur
Jahrhundertwende hatten alle namhaften Unternehmen einen Firmensitz
in New York , die Wirtschaft boomte. Der Hafen von New York wurde
zum bedeutensten des Landes. Dies hatte aber auch eine Schattenseite:
die Ausbeutung der mehr als genug vorhandenen Arbeitskräfte.
Als dann im Jahre 1911bei einem Brand einer Textilfabrik über
hundert Arbeiter starben, fing man an sich Gedanken über
Reformen zu machen.
Der
1. Weltkrieg hatte kaum Auswirkungen auf das Leben der Stadt.
Das Kriegsende gab New York einen weiteren Schub nach vorne,
die 20er Jahre standen in New York für Wohlstand und Genuß.
Bis zum 29. Oktober 1929, dem "Schwarzen Freitag"!
Es kam zum legendären Börsenkrach und zur „grossen
Depression“, bei der viele Menschen Hab und Gut verloren.
Die Folge: über 30 % der Betriebe mussten schließen,
viele wurde arbeitslos. Aber ihren Kummer durch Alkohol ertränken
konne man auch nicht, denn es gab 13 Jahre ein striktes Alkoholverbot:
die Prohibition. Der Verkauf und Ausschank von Alkohol wurde
verboten.
Trotz
der Wirtschaftskrise wurden wichtige Bauvorhaben durchgeführt.
Hatte man bereits 1902 New Yorks erstes Hochhaus, das Flatiron
Building, gebaut, so entstanden nun richtige Wolkenkratzer wie
das Empire State Building (1930), das Chrysler Building (1931)
und das Rockefeller Center (1940).
1934
bekam New York einen neuen Bürgermeister: Fiorello LaGuardia.
Die von Ihm initierten Maßnahmen brachten New York wieder
nach vorne. Zum Kriegsende 1945 war New York wieder an der Spitze
des wirtschaftlichen Erfolgs.
Als
die USA 1941 in den II. Weltkrieg eintraten, leisteten auch die
New Yorker ihren Kriegsbeitrag:
Viele
deutsche Künstler, Wissenschaftler und andere Intellektuelle
wanderten, teilweise unter dramatischen Umständen, in den
30ern und 40ern in die Staaten aus. Unter ihnen war auch eine
große Anzahl deutscher Juden. Um die Aufnahme der Flüchtlinge
zu erleichtern, lockerten die USA 1921 erlassene strenge Einwanderungsbestimmungen.
1941 traten die Vereinigten Staaten in den Krieg ein. New York,
der größte Hafen im Atlantik, erhielt als Kriegshafen
eine besondere Bedeutung. Der Navy-Stützpunkt Brooklyn operierte
unter voller Auslastung.
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Der
Zweite Weltkriege endete 1945.
Noch
im gleichen Jahr stürzte ein Bomber der US-Army
bei dichtem Nebel in das Empire State Building. 14
Menschen, einschließlich der Flugzeugbesatzung,
fanden dabei den Tod. |
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Nach
dem Krieg zog es viele Puertorikaner nach Norden und die meisten
von ihnen ließen sich in New York nieder. Später nannte
man dies „The Great Migration“. Die Einwanderer aus
Puertorico nennen sich heute nicht ohne Stolz “the Neuyoricans“,
eine Zusammenfassung aus New Yorkers und Puertoricans.
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Das
heutige New York
Auch
nach dem II. Weltkrieg erlebte New York viele Höhen und
Tiefen. Seit Ende des II. Weltkrieges nimmt New York den ersten
Rang unter den Metropolen dieser Welt ein. Die Charta der Vereinten
Nationen wurde verabschiedet und 1946 wurde New York zum ständigen
Sitz der UN gewählt. 1947 errichteten die Vereinten Nationen
in der Stadt ihre Zentrale, immer mehr Wolkenkratzer in abenteuerlichen
Glas-Stahl-Konstruktionen wurden ab dem Ende der 40er Jahre gebaut.
So wurde 1953 das neue UNO Gebäude feierlich eingeweiht.
Im darauffolgenden Jahr wurde das „Ellis Island Immigration
Center“ geschlossen. Der "McCarren-Walter Act" von
1952 beseitigte alle Schranken betreffend die Rasse und Volkszugehörigkeit
der Immigranten und räumte der Qualifikation, dem handwerklichen
Können und den Einsatzmöglichkeiten den Vorrang bei
der Einbürgerung in die Vereinigten Staaten ein. So war
es obsolet, das Zentrum weiter zu betreiben.
Der
immense Anstieg der Bevölkerung New Yorks und zum Teil auch
die unwürdige Behandlung gewisser sozialer Schichten führte
zu Unruhen in den 60er Jahren. In dieser Zeit spielte die Bewegung „Black
Power“ eine bedeutende Rolle. Es war ihr Anliegen, das
neue Rassenbewußtsein der Schwarzen in den USA zum Ausdruck
zu bringen. Die einzelnen Organe der Black Power sind in der
nachfolgenden Zeit zwar aufgelöst worden, und die radikalen
politischen Bestrebungen wurden weitgehend in Mißkredit
gebracht, die Betonung kultureller Selbständigkeit und ein
ausgesprochenes Selbstwertgefühl haben aber sehr wohl überlebt.
Am
9.November 1965 führte der Defekt eines Elektrizitätswerkes
zu einem 12 Stunden dauernden Stromausfall.
Im
Juli 1969 wurde ein „American Dream“ Wahrheit, die
erste bemannte Raumfahrt zum Mond. Der Besatzung der Apollo 11
unter ihrem Kommandanten Neil A. Armstrong wurde nach ihrer Rückkehr
ein begeisterter Empfang der New Yorker Bevölkerung zuteil.
Das „World
Trade Center“, erneut das höchste Gebäude der
Welt, wurde 1973 fertiggestellt, ein mächtiges Statussymbol
der Neuen Welt. Dennoch ging die Finanzmetropole in der 70ern
fast bankrott, weil immer mehr Einwanderer eine schwere Belastung
für die Stadtkasse darstellten. Eine Staatsanleihe war das
einzige Mittel, um New York City zu retten. Gut angelegtes Geld,
denn Wall Street notierte in den 80ern bereits wieder Spitzenwerte.
13.
Juli 1977: In New York fällt für mehrere Stunden der
Strom aus. Nach einer Welle von Plünderungen werden mehr
als 3000 Menschen festgenommen, neun Monate später schnellte
die Geburtenrate deutlich in die Höhe.
1990
wurde David Dinkins zum ersten afroamerikanischen Bürgermeister
gewählt. Schwere Zeiten kamen auf ihn zu, denn die Stadt
wurde im Zusammenhang mit dem Golfkrieg von einer Rezession getroffen.
Das Steuereinkommen sank drastisch und die öffentlichen
Ausgaben mußten erheblich gesenkt werden. Eine Welle der
Abwanderung aus der Stadt, sowohl von Privathaushalten, als auch
von großen Unternehmen, setzte ein. 1993 erfolgte ein erstes
Mal ein Angriff muslimischer Terroristen auf das World Trade
Center.
In
diesen schwierigen Zeiten wurde Rudolph Giuliani 1993 zum Bürgermeister
gewählt. Er machte sich daran, Drogendealer, organisierte
Kriminalität, Korruption und andere kriminelle Aktivitäten
erfolgreich zu bekämpfen. 1995 setzten Giuliani und seine
Administration die größte „welfare-to-work“ (von
der Sozialhilfe zur Arbeit) Initiative des Landes in Gang und
senkten damit die Sozialhilfekosten um die Hälfte. Mehr
als 640.000 Menschen konnten so von der Abhängigkeit in
die Unabhängigkeit entlassen werden. Dies war sicherlich
eine der größten Leistungen während seiner zwei
Wahlperioden.
Als
zweite Höchstleistung ist seine Führungsleistung zu
nennen, als arabische Terroristen am 11. September 2001 vier
Passagierflugzeuge entführten. In einem niemals vorhersehbaren
terroristischen Akt lenkten die Entführer zwei dieser Flugzeuge
nach New York so, daß sie in die Zwillingstürme der
World Trade Center stürzten, mehr als 3.000 Menschen in
den Tod rissen und die zum Symbol der Stadt und des ganzen Landes
gewordenen Gebäude zerstörten. Die ganze Welt hielt
den Atem an und bald machte die Erkenntnis die Runde, daß „nichts
mehr sein würde wie zuvor“. In einer einzigartigen
nationalen Bewegung versicherten sich die Amerikaner „united
we stand“, daß sie in den Zeiten dieser nationalen
Tragödie zusammenstehen wollten.
Am
01. Januar 2002 hat Michael Bloomberg das Amt des New Yorker
Bürgermeisters übernommen. Nun ist es an ihm, die New
Yorker in eine Zukunft ohne Angst zu führen, fest bauend
auf die sprichwörtliche Standfestigkeit dieses einmaligen
Völkergemischs. New York City ist ein Schmelztiegel, der
Europäer, Afrikaner, Asiaten und besonders auch die Einflüsse
der amerikanischen Ureinwohner vereint.
Der
englische Schriftsteller Herbert G. Wells brachte es auf den
Punkt als er New York City wie folgt charakterisierte:
"To
Europe she was America, to America she was the gateway of
the earth.
But to tell the story of New York would be to write a social history
of the world."
(„Für
Europa war es (New York) Amerika, Für Amerika war es das
Tor (die Chance) zum Irdischen (materiellen Glück oder
Erfolg).
Aber die Geschichte New Yorks zu vermitteln, hieße eine Sozialgeschichte
der Welt zu schreiben.“)
Am
14. August 2003
gegen 16:11 Uhr Ortszeit fiel in grossen Teilen des Nord-Ostens
der Vereinigten Staaten der Strom aus. Zu den betroffenen Bundesstaaten
gehörten neben New York auch Connecticut und Ohio, insbesondere
New York City, Cleveland, Detroit sowie andere Großstädte.
Wegen einer Überlastung der Kraftwerke brach das Niagara-Mohawk-Stromnetz
mit den großen Wasserkraftwerken um die Niagara-Fälle zusammen.
Es kam dann zu einer Kettenreaktion in den Stromnetzen der anderen Bundesstaaten.
Erst am 16. 08. 2003 normalisierte sich die Lage langsam wieder. |
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Die
Deutschen in New York
Die
ersten deutschen Einwanderer kamen am Anfang des 18. Jahrhunderts
nach New York und entgingen so dem Zugriff der Truppen Ludwigs
des XIV., die sich der Pfalz bemächtigten. Unter ihnen war
auch der berühmte New Yorker Verleger Johann Peter Zenger
(s.o.).
Im
Jahre 1777 wanderte ein anderer Deutscher in die USA aus, dessen
Name noch heute in den USA in aller Munde ist, Friedrich Wilhelm
von Steuben. Als Offizier im preußischen, hohenzollernschen
und badischen Heer wurde er von Abgesandten General Washingtons
nach Amerika geholt und machte sich dort als erster Generalinspekteur
um die Ausbildung der amerikanischen Kontinentalarmee besonders
verdient. Diese Ausbildung war die Grundlage für den Erfolg
von Washingtons Truppen im Unabhängigkeitskrieg.
An
diese ausserordentliche Leistung wird auch heute noch durch die
alljährlich im September stattfindende “Steuben Parade” in
New York, Philadelphia und Chicago erinnert. In New York ist
die Parade nach der Thanksgiving Parade die zweitgrößte
im Jahreslauf und wurde 2002 zum 45. Mal gefeiert. Die weltberühmten
Entertainer Siegfried und Roy waren die “Grand Marshals” der
diesjährigen Parade. Unzählige deutsch-amerikanische
Vereine aus den USA, Musikkapellen und Vereine aus Deutschland,
nicht zuletzt auch immer eine der großen Kölner Karnevalsgesellschaften,
rechnen es sich zur besonderen Ehre an, bei diesem Fest dabei
zu sein.
Johannes
Jakob Astor aus Waldorf in Deutschland kam1784 mit $25 und sieben
Flöten in den USA an. Als begnadeter Kaufmann erwarb er
ein unbeschreibliches Vermögen und avancierte zum reichsten
Mann des Landes. Er begründete eine Familiendynastie und
das weltberühmte New Yorker Hotel Waldorf Astoria.
„The
Staats", die New Yorker Staatszeitung, gegründet 1834
von den German Jacksonian Democrats der Stadt hat sich, als eines
der wenigen überlebenden deutschsprachigen Blätter,
bis heute gehalten. Zunächst täglich, erschien die
Zeitung ab 1953 dreimal wöchentlich und dann nur noch einmal
die Woche. Langsam aber unerbittlich geht die Auflagenzahl zurück,
wie dies generell bei der Presse der älteren Einwanderervolksgruppen
der Fall ist. : Im Jahre 2001 haben in den USA nur noch 8 (in
Worten acht) deutsch schreibende Zeitungen überlebt. Die
New Yorker Staatszeitung ist immer noch dabei. Die folgende website,
leider nicht mehr ganz frisch, weiß mehr: New
York Staatszeitung
Millionen
von Einwanderern verzeichneten die USA zwischen 1820 und 1860.
Nach den Iren kam die zweitstärkste Gruppe aus Deutschland.
Fast eine Million Deutsche wanderten von 1842 bis 1856 ein, hier
erreichten die Einwanderungszahlen Spitzenwerte; so kamen allein
im Jahr 1854 nicht weniger als 215.000 Deutsche ins Land. Viele
von ihnen waren völlig verarmte Handwerker und Bauern. So
wurden z.B. Teile der Eifel fast gänzlich entvölkert.
Man wanderte aus, weil zu Hause kein Auskommen mehr war. Andere,
und das waren mehr als 4.000, waren politische Flüchtlinge
nach der gescheiterten Revolution von 1848. Berühmte Namen
finden sich unter diesen Auswanderern, so auch Karl Schurz, der
spätere U.S. Innenminister und enge Freund Präsident
Abraham Lincolns. Diese sogenannten 1848er waren, anders als
die Auswanderer zuvor, Akademiker aller Sparten, Personen die
in die Politik verwickelt waren und auch Soldaten. Ein unschätzbarer
Gewinn für die USA, denn ihr Wissen, Idealismus und Ihre
Leistungsbereitschaft wurden hier dringend gebraucht.
In
New York waren die Deutschen nicht immer nur willkommen, denn
die so beliebten Liedertafeln und Turnvereine etc. feierten fröhliche
Urstände, die bis in unsere Tage von den deutschen Einwanderern
gepflegt werden. Dies wurde gelegentlich als “unamerikanisch” empfunden.
Auch war der Fleiß und die “deutsche Pünktlichkeit” nicht
nur ein Segen für die durch das bunte Völkergemisch
geprägte Umgebung.
Die
deutschen Einwanderer siedelten in großen Teilen im sogenannten "Little
Germany" rund um die "Avenue B" im heutigen East
Village. Die neu gegründeten Geschäfte und Fabriken
und Handwerksbetriebe erhoben das Viertel bald zum "German
Broadway".
Das
nationalsozialistische Regime Adolf Hitlers trieb viele Deutsche
in die Neue Welt, unter ihnen führende deutsche Wissenschaftler,
Hochschulprofessoren, Schriftsteller, Musiker, Architekten und
andere Künstler und Intellektuelle. Namen wie Albert Einstein,
Bruno Walter, Arnold Schoenberg, Walter Gropius, Ludwig Mies
van der Rohe, Hans Bethe, Thomas Mann, Marlene Dietrich, Kurt
Weil, Billy Wilder und Hannah Arendt stehen für über
130.000 und fast alle fanden ihren Weg in die Freiheit über
New York City. Ein unvorstellbarer Aderlaß für Deutschland
und gleichzeitig ein riesiger Gewinn für die Vereinigten
Staaten.
1990 haben 50 Millionen (23%) der U.S. Bürger angegeben entweder
vollständig oder teilweise deutscher Abstammung zu sein, dies ist
mit Abstand der größte ethnische Anteil an der amerikanischen
Bevölkerung. Weitere Zahlen lauten: Iren = 39 Mio, Engländer
= 33 Mio, Afro Amerikaner = 24 Mio, Italiener = 15 Mio alle anderen unter
15 Mio. |
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ACHTUNG:
Bitte beachten Sie diesen Hinweis
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