New Yorks
Anfänge |
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Manhattan,
das Herz von New York, wurde von dem florentinischen Kaufmann Giovanni
da Verranzano im Jahre 1524, unterwegs im Auftrag des französischen
Königs Franz I., entdeckt. Hier lebten die Alonquin-lndianer,
die ihre Insel "Manna-hatta" oder "Manahtin" (hügelige
Insel) nannten, und überwiegend die Nordostküste bevölkerten.
Der Broadway war ursprünglich eine Handelsstraße der Alonquin
Indianer und hieß damals Wiechquaekeck Trail.
Verranzano
berichtete, zurück in Europa vom "weiten, schönen
Land", das Interesse des Königs, der für sich darin
nicht viel Nützliches sehen könnte war aber nur gering.
Erst gut 80 Jahre später, 1609, befuhr der Engländer Henry
Hudson, auf der Suche nach einer Nordwest-Passage nach Indien einen
Fluß, der später nach ihm "Hudson River" benannt
wurde, und erkannte die ideale Handelsbedingungen dieser Region für
seinen Auftraggeber. Die Holländische Westindische Kompanie
erwarb dann 1621 die Handelsrechte für das gesamte Gebiet, die
sog. "Neuniederlande", die sich von Cape May (New Jersey)
bis nach Neuengland erstreckten, und errichtete hier ihre Handelsstationen.
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In den
darauf folgenden Jahren ließen sich hier immer mehr niederländische
Auswanderer nieder und nannten die Siedlung "Nieuw Amsterdam".
Auch der Deutsche Peter Minuit (oder Minnewit), ein Kaufmann aus
Wesel, gehörte zu den Einwanderern. Im Mai des Jahres 1626 tauschte
er gegen ein paar Glasperlen, Messer und Beile (im Wert von rund
60 Gulden = 24$) die gesamte Insel Manhattan von den Leni Lenape
Indians in Bowling Green ein.
Peter Minnewit
wurde auch der erste Gouverneur der Insel, die in erster Linie von
Sträflingen und Sklaven bewohnt war. Hohe Kriminalität
und Streitereien mit den hier lebenden Indianern standen auf der
Tagesordnung. Weder Peter Minnewit, noch diverse Nachfolger schafften
es, Herr der Lage zu werden. So kam es, daß die Holländische
Westindische Kompanie Peter Stuyvesant zum neuen Gouverneur ernannte.
Er setzte mit harten Bandagen und eiserner Faust dem Chaos ein Ende.
1653 ließ er im Norden der Siedlung einen Wall zum Schutz vor
die Indianer bauen, hier verläuft heute die danach benannte
Wall Street.
Unter dem
Druck der Westindischen Kompanie, zu deren Aktionären auch reiche
Amsterdamer Juden gehörten, musste Stuyvesant, der als Protestant keine
Juden einwandern ließ, die Tore auch für öffnen.
Die Einwohnerzahl stieg in dieser Zeit auf 1500 Menschen.
Letzten
Endes konnte Stuyvesant es auch nicht verhindern, daß 1664
die Briten die Kolonie übernahmen. Die Bewohner, froh den diktatorischen
Gouverneur los zu werden ergaben sich den Briten kampflos. Und so
bekam dann die Stadt auch einen neuen Namen: "New York" (benannt
nach dem Earl of York, Bruder des britischen Königs).
1683 wurde
die erste Stadturkunde von New York erstellt. Zu diesem Zeitpunkt
lebten fast 4000 Menschen in der Stadt. Im Jahre 1689 rief der Frankfurter
Hauptmann Jacob Leisler zu einer Revolte auf, scheiterte, und wurde
gehenkt. 1693 errichten die Briten 92 Kanonen im "Battery Park" zum
Schutz vor feindlichen Angriffen.
Den Wunsch nach Selbstbestimmung der New Yorker beantworteten die Briten
mit der Belegung hoher Zölle auf die Handelsgüter, was
jedoch zur Folge hatte, daß der Schmuggel drastisch anstieg.
1733 gründete der Deutsche Johann Peter Zenger das "New
York Weekly Journal". Seine Kritik am Gouverneur und dessen
Politik brachte ihm zunächst 10 Monate Kerker ein, er wurde
jedoch 1735 durch das spektakuläre Plädoyer seines Anwaltes
Andrew Hamilton für die Pressefreiheit in einem aufsehenerregenden
Prozeß freigesprochen. Diese Rede gilt als erstes bedeutendes
Plädoyer für die Pressefreiheit in der amerikanischen Geschichte.
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New York
und der Unabhängigkeitskrieg
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Immer
wieder versuchten die Briten, wie schon in Boston am 16.12.1773,
durch Zölle, die Kolonisten in ihre Schranken zu weisen. Und
so kam es auch in New York am 22. April 1774 zu einer "Tea Party":
Die New Yorker enterten ein Schiff der Engländer und vernichteten
den Tee, aus Protest gegen die ungerechte Teesteuer.
Im darauffolgenden
Jahr bracht in Lexington,
Massachusetts, der amerikanische Unabhängigkeitskrieg aus.
Als die Unabhängigkeitserklärung in New York verlesen
wurde, zerstörten aufgebrachte Demonstranten die Statue von
König George III. in Bowling Green.
Nach
Washingtons Sieg über die Briten in
Boston, verließ ihn in New York sein Kriegsglück: Er
mußte mit ansehen, wie eine übermächtige britische
Heeresmacht überr als 5.000 Soldaten töteten. Während
der folgenden sieben Jahre befand sich New York in britischer Hand.
In den Jahren 1776 und 1778 zerstören Großfeuer fast
25 % der Stadtfläche, es herrscht große Armut unter
der New Yorker Bevölkerung. Trotzdem wird im Jahr 1784 New
York die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika.
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George
Washington kam erneut nach New York, um die erlangte Freiheit zu
feiern und wird 1789 – ein Jahr nach der Ratifizierung der
Verfassung der Vereinigten Staaten – am 30. April zum ersten
Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt Seine Antrittsrede
hält er vor der heutigen "Federal Hall".
1790 wird
Philadelphia Hauptstadt. Langsam entwickelt sich New York zur Wirtschaftsmetropole
der USA, ein Hauptgrund dafür ist die Börsengründung
in der Wallstreet im Jahre 1792.
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New York
im 19. Jahrhundert
Anfang
des 19. Jahrhunderts zählt New York gerade mal rund 35.000 Einwohner.
1811 legt John Randal den Stadtverordneten einen städtebaulichen
Entwurf vor: Manhattan wird in ein Rechteckraster eingeteilt, bestehend
aus breiten Avenues in nord-südlicher Richtung und halb
so breiten Street in ost-westlicher Richtung. Der Weitblick J. Randals
war auch gut, denn bis 1840
stieg die Einwohnerzahl in New York auf 312.000 Menschen. Besonders
viele Einwanderer aus Europa suchten ihr Glück in New York. Allein
bis 1890 kamen über 1 Million Deutsche an. 1892 entschloss man
sich auf Ellis Island ein Einwanderungszentrum errichten. Bis 1954
dem Jahr der Schließung als Einwandererinsel betraten rund
17 Millionen Menschen hier erstmals amerikanischen Boden.
1898 wurden
die heutigen Stadtteile Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx und Staten
Island zu "Greater New York" zusammengefaßt. Innnerhalb
nicht einmal 90 Jahren ist New York mit nunmehr 7,3 Millionen Einwohnern
zur drittgrößten Stadt der Welt geworden.
Der Amerikanische
Bürgerkrieg von 1861-1865 hatte auch für New York eine
besondere Bedeutung. Über 80.000 Freiwillige meldeten sich,
die Stadt stellte beträchtliche Geldmittel zur Verfügung.
Mit Einführung der Wehrpflicht 1863 kam es zu schweren Unruhen,
weil sich Reiche für 300 Dollar von der Wehrpflicht freikaufen
konnten.
Vom 13.
bis 16. Juli 1863 ziehen mehr als 50.000 Menschen, sengend und mordend
durch die Straßen New Yorks, stecken Häuser an, plündern
und lynchen ("Draft Riots"). Der Mob kann erst durch den
Einsatz von mehreren Regimenten gestoppt werden. Traurige Bilanz
dieser chaotischen Tage: über 2.000 Tote und mehr als 100 zerstörte
Gebäude.
Das 19.
Jahrhundert war für New York vor allem wirtschaftlich entscheidend.
Männer wie Vanderbilt, Rockefeller und Astor wurden durch Handelsgeschäfte
und Spekulationen immens reich. Das Bankengeschäft entwickelte
sich zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor. Einen weiteren Meilenstein
für den wirtschaftlichen Erfolg New Yorks war 1825 die Eröffnung
des Erie-Kanals. Hierdurch erhielt New York eine direkte Seeverbindung
nach Chicago.
Der wirtschaftliche
Erfolg machte sich vor allem im Bild der Stadt bemerkbar: 1883 wurden
die Brooklyn Bridge und die Metropolitan Opera eröffnet, 1886
die Freiheitsstatue und 1891 die Carnegie Hall mit einem Konzert
unter der Leitung von Peter Tschaikowski eingeweiht. 1835 konnte
es sich die Stadt bereits leisten, die Gastgeberrolle für die
Weltausstellung zu übernehmen. Und 1904 nahm New York als sechste
Stadt der Welt eine Untergrundbahn in Betrieb. Sie verband die City
Hall mit dem Times Square. Mit mehr als 400 Kilometern Gleisen ist
sie heute die längste der Welt.
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New York
in der Zeit der Weltkriege
Zur Jahrhundertwende
hatten alle namhaften Unternehmen einen Firmensitz in New York ,
die Wirtschaft boomte. Der Hafen von New York wurde zum bedeutensten
des Landes. Dies hatte aber auch eine Schattenseite: die Ausbeutung
der mehr als genug vorhandenen Arbeitskräfte. Als dann im Jahre
1911bei einem Brand einer Textilfabrik über hundert Arbeiter
starben, fing man an sich Gedanken über Reformen zu machen.
Der 1.
Weltkrieg hatte kaum Auswirkungen auf das Leben der Stadt. Das Kriegsende gab
New York einen weiteren Schub nach vorne, die 20er Jahre standen
in New York für Wohlstand und Genuß. Bis zum 29. Oktober
1929, dem "Schwarzen Freitag"! Es kam zum legendären
Börsenkrach und zur „grossen Depression“, bei der
viele Menschen Hab und Gut verloren. Die Folge: über 30 % der
Betriebe mussten schließen, viele wurde arbeitslos. Aber ihren
Kummer durch Alkohol ertränken konne man auch nicht, denn es
gab 13 Jahre ein striktes Alkoholverbot: die Prohibition. Der Verkauf
und Ausschank von Alkohol wurde verboten.
Trotz der
Wirtschaftskrise wurden wichtige Bauvorhaben durchgeführt. Hatte
man bereits 1902 New Yorks erstes Hochhaus, das Flatiron Building,
gebaut, so entstanden nun richtige Wolkenkratzer wie das Empire State
Building (1930), das Chrysler Building (1931) und das Rockefeller
Center (1940).
1934 bekam
New York einen neuen Bürgermeister: Fiorello LaGuardia. Die
von Ihm initierten Maßnahmen brachten New York wieder nach
vorne. Zum Kriegsende 1945 war New York wieder an der Spitze des
wirtschaftlichen Erfolgs.
Als die
USA 1941 in den II. Weltkrieg eintraten, leisteten auch die New Yorker
ihren Kriegsbeitrag:
Viele deutsche
Künstler, Wissenschaftler und andere Intellektuelle wanderten,
teilweise unter dramatischen Umständen, in den 30ern und 40ern
in die Staaten aus. Unter ihnen war auch eine große Anzahl
deutscher Juden. Um die Aufnahme der Flüchtlinge zu erleichtern,
lockerten die USA 1921 erlassene strenge Einwanderungsbestimmungen.
1941 traten die Vereinigten Staaten in den Krieg ein. New York, der
größte Hafen im Atlantik, erhielt als Kriegshafen eine
besondere Bedeutung. Der Navy-Stützpunkt Brooklyn operierte
unter voller Auslastung.
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Der
Zweite Weltkriege endete 1945.
Noch
im gleichen Jahr stürzte ein Bomber der US-Army bei
dichtem Nebel in das Empire State Building. 14 Menschen,
einschließlich der Flugzeugbesatzung, fanden dabei
den Tod.
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Nach dem
Krieg zog es viele Puertorikaner nach Norden und die meisten von
ihnen ließen sich in New York nieder. Später nannte man
dies „The Great Migration“. Die Einwanderer aus Puertorico
nennen sich heute nicht ohne Stolz “the Neuyoricans“,
eine Zusammenfassung aus New Yorkers und Puertoricans.
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Das heutige
New York
Auch nach
dem II. Weltkrieg erlebte New York viele Höhen und Tiefen. Seit
Ende des II. Weltkrieges nimmt New York den ersten Rang unter den
Metropolen dieser Welt ein. Die Charta der Vereinten Nationen wurde
verabschiedet und 1946 wurde New York zum ständigen Sitz der
UN gewählt. 1947 errichteten die Vereinten Nationen in der Stadt
ihre Zentrale, immer mehr Wolkenkratzer in abenteuerlichen Glas-Stahl-Konstruktionen
wurden ab dem Ende der 40er Jahre gebaut. So wurde 1953 das neue
UNO Gebäude feierlich eingeweiht. Im darauffolgenden Jahr wurde
das „Ellis Island Immigration Center“ geschlossen. Der "McCarren-Walter
Act" von 1952 beseitigte alle Schranken betreffend die Rasse
und Volkszugehörigkeit der Immigranten und räumte der Qualifikation,
dem handwerklichen Können und den Einsatzmöglichkeiten
den Vorrang bei der Einbürgerung in die Vereinigten Staaten
ein. So war es obsolet, das Zentrum weiter zu betreiben.
Der immense
Anstieg der Bevölkerung New Yorks und zum Teil auch die unwürdige
Behandlung gewisser sozialer Schichten führte zu Unruhen in
den 60er Jahren. In dieser Zeit spielte die Bewegung „Black
Power“ eine bedeutende Rolle. Es war ihr Anliegen, das neue
Rassenbewußtsein der Schwarzen in den USA zum Ausdruck zu bringen.
Die einzelnen Organe der Black Power sind in der nachfolgenden Zeit
zwar aufgelöst worden, und die radikalen politischen Bestrebungen
wurden weitgehend in Mißkredit gebracht, die Betonung kultureller
Selbständigkeit und ein ausgesprochenes Selbstwertgefühl
haben aber sehr wohl überlebt.
Am 9.November
1965 führte der Defekt eines Elektrizitätswerkes zu einem
12 Stunden dauernden Stromausfall.
Im Juli
1969 wurde ein „American Dream“ Wahrheit, die erste bemannte
Raumfahrt zum Mond. Der Besatzung der Apollo 11 unter ihrem Kommandanten
Neil A. Armstrong wurde nach ihrer Rückkehr ein begeisterter
Empfang der New Yorker Bevölkerung zuteil.
Das „World
Trade Center“, erneut das höchste Gebäude der Welt,
wurde 1973 fertiggestellt, ein mächtiges Statussymbol der Neuen
Welt. Dennoch ging die Finanzmetropole in der 70ern fast bankrott,
weil immer mehr Einwanderer eine schwere Belastung für die Stadtkasse
darstellten. Eine Staatsanleihe war das einzige Mittel, um New York
City zu retten. Gut angelegtes Geld, denn Wall Street notierte in
den 80ern bereits wieder Spitzenwerte.
13. Juli
1977: In New York fällt für mehrere Stunden der Strom aus.
Nach einer Welle von Plünderungen werden mehr als 3000 Menschen
festgenommen, neun Monate später schnellte die Geburtenrate
deutlich in die Höhe.
1990 wurde
David Dinkins zum ersten afroamerikanischen Bürgermeister gewählt.
Schwere Zeiten kamen auf ihn zu, denn die Stadt wurde im Zusammenhang
mit dem Golfkrieg von einer Rezession getroffen. Das Steuereinkommen
sank drastisch und die öffentlichen Ausgaben mußten erheblich
gesenkt werden. Eine Welle der Abwanderung aus der Stadt, sowohl
von Privathaushalten, als auch von großen Unternehmen, setzte
ein. 1993 erfolgte ein erstes Mal ein Angriff muslimischer Terroristen
auf das World Trade Center.
In diesen
schwierigen Zeiten wurde Rudolph Giuliani 1993 zum Bürgermeister
gewählt. Er machte sich daran, Drogendealer, organisierte Kriminalität,
Korruption und andere kriminelle Aktivitäten erfolgreich zu
bekämpfen. 1995 setzten Giuliani und seine Administration die
größte „welfare-to-work“ (von der Sozialhilfe
zur Arbeit) Initiative des Landes in Gang und senkten damit die Sozialhilfekosten
um die Hälfte. Mehr als 640.000 Menschen konnten so von der
Abhängigkeit in die Unabhängigkeit entlassen werden. Dies
war sicherlich eine der größten Leistungen während
seiner zwei Wahlperioden.
Als zweite
Höchstleistung ist seine Führungsleistung zu nennen, als
arabische Terroristen am 11. September 2001 vier Passagierflugzeuge
entführten. In einem niemals vorhersehbaren terroristischen
Akt lenkten die Entführer zwei dieser Flugzeuge nach New York
so, daß sie in die Zwillingstürme der World Trade Center
stürzten, mehr als 3.000 Menschen in den Tod rissen und die
zum Symbol der Stadt und des ganzen Landes gewordenen Gebäude
zerstörten. Die ganze Welt hielt den Atem an und bald machte
die Erkenntnis die Runde, daß „nichts mehr sein würde
wie zuvor“. In einer einzigartigen nationalen Bewegung versicherten
sich die Amerikaner „united we stand“, daß sie
in den Zeiten dieser nationalen Tragödie zusammenstehen wollten.
Am 01.
Januar 2002 hat Michael Bloomberg das Amt des New Yorker Bürgermeisters übernommen.
Nun ist es an ihm, die New Yorker in eine Zukunft ohne Angst zu führen,
fest bauend auf die sprichwörtliche Standfestigkeit dieses einmaligen
Völkergemischs. New York City ist ein Schmelztiegel, der Europäer,
Afrikaner, Asiaten und besonders auch die Einflüsse der amerikanischen
Ureinwohner vereint.
Der englische
Schriftsteller Herbert G. Wells brachte es auf den Punkt als er New
York City wie folgt charakterisierte:
"To
Europe she was America, to America she was the gateway of the
earth.
But to tell the story of New York would be to write a social history
of the world."
(„Für
Europa war es (New York) Amerika, Für Amerika war es das Tor
(die Chance) zum Irdischen (materiellen Glück oder Erfolg).
Aber die Geschichte New Yorks zu vermitteln, hieße eine Sozialgeschichte
der Welt zu schreiben.“)
Am 14.
August 2003 gegen
16:11 Uhr Ortszeit fiel in grossen Teilen des Nord-Ostens der Vereinigten
Staaten der Strom aus. Zu den betroffenen Bundesstaaten gehörten
neben New York auch Connecticut und Ohio, insbesondere New York City,
Cleveland, Detroit sowie andere Großstädte.
Wegen einer Überlastung der Kraftwerke brach das Niagara-Mohawk-Stromnetz
mit den großen Wasserkraftwerken um die Niagara-Fälle zusammen.
Es kam dann zu einer Kettenreaktion in den Stromnetzen der anderen Bundesstaaten.
Erst am 16. 08. 2003 normalisierte sich die Lage langsam wieder.
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Die Deutschen
in New York
Die ersten
deutschen Einwanderer kamen am Anfang des 18. Jahrhunderts nach New
York und entgingen so dem Zugriff der Truppen Ludwigs des XIV., die
sich der Pfalz bemächtigten. Unter ihnen war auch der berühmte
New Yorker Verleger Johann Peter Zenger (s.o.).
Im Jahre
1777 wanderte ein anderer Deutscher in die USA aus, dessen Name noch
heute in den USA in aller Munde ist, Friedrich Wilhelm von Steuben.
Als Offizier im preußischen, hohenzollernschen und badischen
Heer wurde er von Abgesandten General Washingtons nach Amerika geholt
und machte sich dort als erster Generalinspekteur um die Ausbildung
der amerikanischen Kontinentalarmee besonders verdient. Diese Ausbildung
war die Grundlage für den Erfolg von Washingtons Truppen im
Unabhängigkeitskrieg.
An diese
ausserordentliche Leistung wird auch heute noch durch die alljährlich
im September stattfindende “Steuben Parade” in New York,
Philadelphia und Chicago erinnert. In New York ist die Parade nach
der Thanksgiving Parade die zweitgrößte im Jahreslauf
und wurde 2002 zum 45. Mal gefeiert. Die weltberühmten Entertainer
Siegfried und Roy waren die “Grand Marshals” der diesjährigen
Parade. Unzählige deutsch-amerikanische Vereine aus den USA,
Musikkapellen und Vereine aus Deutschland, nicht zuletzt auch immer
eine der großen Kölner Karnevalsgesellschaften, rechnen
es sich zur besonderen Ehre an, bei diesem Fest dabei zu sein.
Johannes
Jakob Astor aus Waldorf in Deutschland kam1784 mit $25 und sieben
Flöten in den USA an. Als begnadeter Kaufmann erwarb er ein
unbeschreibliches Vermögen und avancierte zum reichsten Mann
des Landes. Er begründete eine Familiendynastie und das weltberühmte
New Yorker Hotel Waldorf Astoria.
„The
Staats", die New Yorker Staatszeitung, gegründet 1834 von
den German Jacksonian Democrats der Stadt hat sich, als eines der
wenigen überlebenden deutschsprachigen Blätter, bis heute
gehalten. Zunächst täglich, erschien die Zeitung ab 1953
dreimal wöchentlich und dann nur noch einmal die Woche. Langsam
aber unerbittlich geht die Auflagenzahl zurück, wie dies generell
bei der Presse der älteren Einwanderervolksgruppen der Fall
ist. : Im Jahre 2001 haben in den USA nur noch 8 (in Worten acht)
deutsch schreibende Zeitungen überlebt. Die New Yorker Staatszeitung
ist immer noch dabei. Die folgende website, leider nicht mehr ganz
frisch, weiß mehr: New
York Staatszeitung
Millionen
von Einwanderern verzeichneten die USA zwischen 1820 und 1860. Nach
den Iren kam die zweitstärkste Gruppe aus Deutschland. Fast
eine Million Deutsche wanderten von 1842 bis 1856 ein, hier erreichten
die Einwanderungszahlen Spitzenwerte; so kamen allein im Jahr 1854
nicht weniger als 215.000 Deutsche ins Land. Viele von ihnen waren
völlig verarmte Handwerker und Bauern. So wurden z.B. Teile
der Eifel fast gänzlich entvölkert. Man wanderte aus, weil
zu Hause kein Auskommen mehr war. Andere, und das waren mehr als
4.000, waren politische Flüchtlinge nach der gescheiterten Revolution
von 1848. Berühmte Namen finden sich unter diesen Auswanderern,
so auch Karl Schurz, der spätere U.S. Innenminister und enge
Freund Präsident Abraham Lincolns. Diese sogenannten 1848er
waren, anders als die Auswanderer zuvor, Akademiker aller Sparten,
Personen die in die Politik verwickelt waren und auch Soldaten. Ein
unschätzbarer Gewinn für die USA, denn ihr Wissen, Idealismus
und Ihre Leistungsbereitschaft wurden hier dringend gebraucht.
In New
York waren die Deutschen nicht immer nur willkommen, denn die so
beliebten Liedertafeln und Turnvereine etc. feierten fröhliche
Urstände, die bis in unsere Tage von den deutschen Einwanderern
gepflegt werden. Dies wurde gelegentlich als “unamerikanisch” empfunden.
Auch war der Fleiß und die “deutsche Pünktlichkeit” nicht
nur ein Segen für die durch das bunte Völkergemisch geprägte
Umgebung.
Die deutschen
Einwanderer siedelten in großen Teilen im sogenannten "Little
Germany" rund um die "Avenue B" im heutigen East Village.
Die neu gegründeten Geschäfte und Fabriken und Handwerksbetriebe
erhoben das Viertel bald zum "German Broadway".
Das nationalsozialistische
Regime Adolf Hitlers trieb viele Deutsche in die Neue Welt, unter
ihnen führende deutsche Wissenschaftler, Hochschulprofessoren,
Schriftsteller, Musiker, Architekten und andere Künstler und
Intellektuelle. Namen wie Albert Einstein, Bruno Walter, Arnold Schoenberg,
Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Hans Bethe, Thomas Mann,
Marlene Dietrich, Kurt Weil, Billy Wilder und Hannah Arendt stehen
für über 130.000 und fast alle fanden ihren Weg in die
Freiheit über New York City. Ein unvorstellbarer Aderlaß für
Deutschland und gleichzeitig ein riesiger Gewinn für die Vereinigten
Staaten.
1990 haben 50 Millionen (23%) der U.S. Bürger angegeben entweder
vollständig oder teilweise deutscher Abstammung zu sein, dies ist
mit Abstand der größte ethnische Anteil an der amerikanischen
Bevölkerung. Weitere Zahlen lauten: Iren = 39 Mio, Engländer
= 33 Mio, Afro Amerikaner = 24 Mio, Italiener = 15 Mio alle anderen unter
15 Mio.
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